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dämmerung 08

  Die goldenen Zeiten für die Sparkassen sind vorbei.

Die Sparkassen als rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts mit ihren Geschäftspraktiken und ihren politischen Verfilzungen sind  zunehmend unter Druck geraten. Den Sparkassen droht  bei der nächsten Zinserhöhung der Untergang. 

Deutschland hat insgesamt 578 Milliarden Euro zur Rettung des deutschen Bankensystems zur Verfügung gestellt (Hans-Werner Sinn, Kassino Kaptialismus S.222 ff).

So haben sich Sparkassen als Anteilseigner von Landesbanken deren “Kasinoverluste” aus der Finanzkrise (2007) vom Steuerzahler in Milliardenhöhe bezahlen lassen, um so der eigenen Pleite zu entgehen.
Bei einer Insolvenz der Sparkassen wären die korrupten Verflechtungen zu den politischen Eliten und zur Justiz zwangsläufig ans Tageslicht gekommen, was die Politik zu ihrem eigenem Schutz mit den Steuergeldern der Bürger erst einmal abgewendet hat.

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Somit wird mit Milliarden Steuergeldern die Aufklärung von Finanzkriminalität und Korruption verhindert. Die in dieser Finanzkrise von der Politik künstlich geschaffenen "Bad-Banks" mit ihren faulen Papieren sind heute noch da und können jederzeit die angeschlagenen Sparkassen noch in den Ruin reißen.

 Im Jahr 2002 gab es noch mehr als 500 Sparkassen in Deutschland. 2015 sind es 414. Und das Fusionieren geht weiter.

Die Zinsen für Sparer sind meist  niedriger als bei privaten Banken, die Kreditzinsen dafür höher.
Viele
Sparkassen schütten keinen  Gewinn mehr an Städte und Gemeinden aus.
Zum Teil müssen die Kommunen  gar die Verluste mit Steuergeldern ausgleichen.

Die Kommunen haben daraufhin ab 2005 diese Verluste ihrer Sparkassen dem Sparkassenkunden aufgeladen:

Seit 2005 aber  haften die Träger der Sparkassen (Kommunen, Landkreise) nicht mehr ( §§ 3,36 Bbg SpkG), sondern nur noch die Sparkasse mit ihrem gesamten Vermögen, was für die Sparkassensparer und Einleger den persönliche Ruin bedeuten kann.
Die Sparkassensparer und Einleger können hierbei sicher sein, dass ihnen die mit der Finanzwirtschaft
eng vernetzte Deutsche Justiz nicht helfen wird  (siehe (obj.) BGH-Rechtsbeugung Commerzbankurteil).

info

Trotzdem werden den Vorstandsvorsitzenden der Sparkassen weiter großzügig und üppig mehr als 400.000,00 € Jahresgehalt bezahlt und erhalten lukrative Renten.  

In Köln verdient der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Köln
712.00,00 €  plus 54.000,00 € erfolgsabhängige Bezüge plus 38.500,00 € sonstige Bezüge,
also viermal so viel wie die Bundeskanzlerin.
Die anderen Sparkassen-Vorstandsmitglieder werden ähnlich hoch vergütet.

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So gibt der Ostdeutsche Sparkassenverband für das Vorstandspersonal weit mehr als 450 Mio. €  jährlich aus.

Hierbei muss man wissen, dass die Politik über die Verwaltungsräte die Kontrolle über die Sparkassen hat und daher für die Fehlentwicklungen der Sparkassen verantwortlich und haftbar ist.

Sparkassen werden vom kommunalen Sumpf als lukrative Beute angesehen.

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Hinter der biederen öffentlich rechtlichen Fassade verbirgt sich organisierte Finanzkriminalität.

Diese enge Vernetzung zur Kommunalpolitik belegt auch der Präsident des
Ostdeutschen Sparkassenverbands   Michael Ermrich, der zuvor Harzer Landrat war.

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Zusätzlich bringen die niedrigen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB), die den Leitzins  praktisch auf Null gesetzt hat, das gesamte “Sparkassen-Modell” ins existenzvernichtendes Wanken.

So rufen schon die öffentlich rechtlichen Sparkassen (wie der Präsident des
Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes   -DSGV  Georg Fahrenschon)
nach staatlicher Subvention in Form einer staatlichen Förderung für Sparer (Sparprämie).

Wieder soll der Steuerzahler die maroden Sparkassen retten.

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Georg Fahrenschon

dsgv

Auch andere alte Geschäftszweige, wie die Vermittlungsprovisionen von Fonds, drohen den Sparkassen wegzubrechen.

So haben die Sparkassen zum 15.04.2015 ihre AllgemeinenGeschäftsbedingen (AGB) geändert, um sich so den Zugriff auf Provisionen aus der Vermittlung von Geldanlagen wie Fonds zu sichern, und damit die Vermittlungsprovisionen nicht an ihre Kunden weitergeben zu müssen.

Damit haben die Sparkassen massiv in bestehende Verträge eingegriffen und haben gesetzliche Regelungen aufgeweicht.

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